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MP3 Player

Erster Versuchsaufbau Eigentlich ist der von mir gebaute MP3 Player nichts spektakuläres. Ein einfacher Pentium 120, ein Mainboard aus einem Industrierechner inkl. Backbone, Netzwerkkarte, Soundkarte, einem Gehäuse drum herum und einem 10" VGA-LCD.

Gefunden wurden alle Teile im Elektronik-Schrott bei INA Waelzlager. Bei jedem Gerät (alte Schleifmaschinensteuerungsrechner) war irgendwas kaputt, nach etwa 3 Geräten hatte ich dann wieder ein funktionierendes Gerät inkl. etwa 3-4 LCDs zusammen.

Eigentlich war das Gerät als Festplatten- und Lüfterloser MP3 Player gedacht, jedoch bekam ich den Kernel (via BOOTP und TFTP gebootet) nicht dazu, das NFS vom Server zu mounten und blieb daher bei meiner Entwicklungsversion mit (jetzt nunmehr schall- und schwingungsgedämpfter) Festplatte.

Zentrale Kühlung der Komponenten Auch wurde das ganze Ding im Gehäuse dann doch derart heiss, dass ich um einen Lüfter nicht herum kam. Zum Einsatz kam ein via Poti in der Geschwindigkeit regelbarer 12cm Lüfter inkl. Lüftungskanälen um die Kaltluft zu den Komponenten (in diesem Fall CPU und Mini-Netzteil) zu befördern.

Als Betriebssystem wählte ich aus Experimentierlust und flexibilitäts-Gründen Linux, Slackware 10, um genau zu sein. Slackware ist ein sehr puristisches Linux, das nur sehr wenig automatisiert und "out of the box" mitliefert. Das war der Auslöser des monatelangen Problems (mit vielen Frustpausen), endlich die alte ISA-Soundkarte zum laufen zu bringen.

Nach einiger Zeit gelang es mir jedoch, auch dieses Problem zu meistern und ich fing an, die Mediasoftware, genannt Orpheus, umzuschreiben. Die Software konnte schon allerlei: MP3s, OGGs und CDs abspielen, jedoch schaffte sie es nicht, die Playlist nach Alben zu sortieren und Internetradio abzuspielen.

Nach ein bischen Getüftel und ewig langen Kompilierzeiten (120MHz, 16MB RAM...) war es dann soweit, die erweiterte Software lief. Um jetzt mp3-CDs noch abspielen zu können brauchte ich eine Software, die neue Datenträger automatisch ins Dateisystem einbindet, sobald man versucht, diese zu öffnen. Nach ein bischen Konfiguration lief das Ding -- ich glaube es hieß automount oder sowas -- auch soweit.

Jetzt hab ich schon den Komfort einer Netzwerkanbindung und eines Linux, jetzt will ich aber auch die Musik auf dem MP3 Player komfortabel über meinen Windows Rechner verwalten und nach Möglichkeit das ganze Ding vielleicht sogar fernsteuern.

Also wurde ein Samba-Server installiert und ein bischen mit "screen" rumexperimentiert. Der Samba lief nach einer Kurzen Zeit und ich wusste, dass man mit screen fenster schließen, im Hintergrund aber weiterlaufen lassen konnte. Nach ein bischen im Manual wühlen fand ich dann den Aufrufparameter -x, der sich zur letzten erstellten screen-Sitzung verbindet, unabhängig davon, ob schon jemand mit dieser Sitzung verbunden ist.

Fertige Oberfläche Um jetzt eine wirklich komfortable Oberfläche für Windows zu erhalten brauchte ich jetzt eine Möglichkeit, mich ohne Passworteingabe am SSH Server anzumelden und PuTTy in den System Tray minimieren zu können. Nach ein bischen rumgekämpfe mit dem SSH Server und ein wenig stöbern im Internet bekam ich das auch hin.

Entschuldigt, wenn ich nicht mehr genau weiss, wie die Pakete im einzelnen hießen und welche Konfigurationsschritte ich wo anwenden musste. Die Platte ist vor einiger Zeit gecrashed und ich Schlauberger habe kein Backup angelegt :-)