Nils Werner 30. Jul 2007
So, einen Tag und etwa tausend Kilometer mit dem Auto und der Fähre später sind wir in Kopenhagen angekommen.
Nachdem wir gestern schon verspätet gestartet sind, durften wir schon nach ein paar Kilometern feststellen, dass eine Abblendleuchte defekt war (es war ja schon dunkel). Nach dem Auswechseln selbiger verlief der Rest der Fahrt jedoch reibungslos:
Die Fahrer hatten jederzeit freie Fahrt und die Passagiere vergnügten sich mit einer DVD.
Um 4 Uhr erreichten wir dann schließlich einen Vorort von Oldenburg und schlugen dort unser Lager auf. "Lager" ist in diesem Fall etwas übertrieben, wir legten uns einfach so gut es ging kreuz und quer im Bus auf Boden, Sitze und Bank.
Nach etwa 3-4 Stunden mittelmäßigem Schlaf erinnerte die Sonne mit ihren warmen Strahlen die Reisenden jedoch, dass es noch eine weitere Etappe zu meistern gab.
Und wiedereinmal waren wir später als erwartet: Um 9 Uhr kamen wir endlich in die Gänge, um 12 Uhr waren wir mit dem Großeinkauf (Lebensmittel und ein Schlafsack für Clemens, der seinen vergessen hatte) fertig und begaben uns auf die Autobahn und den dichten Stau nach Fehmarn um die, bis auf die etwas aufgewühlte See recht ruhige und ereignislose, Überfahrt nach Dänemark anzutreten. Auf der Fähre hatten wir dann auch das erste Mal die Gelegenheit, uns etwas zu waschen und die Zähne zu putzen. :-)
In Kopenhagen schließlich zahlte es uns die Idee, ohne Karte oder Reiseführer hierher zu fahren, mit voller Kraft heim: Wir hatten keine Ahnung, welche Hostels es gab, keine Ahnung, wo man überhaupt nach der Stadtmitte suchen sollte, ja nichteinmal eine Ahnung, wie lange wir hier bleiben wollten.
Aber auch das ließ sich mit Hilfe einiger Tankwarte und ungezieltem Herumlaufen lösen. Jetzt sitzen wir in einem 68-Mann-Dorm, an irgendeinem kostenlosen, offenen WLAN und bloggen über unseren ersten Tag.
Nach der lang herbeigesehnten Dusche wird dann gekocht und sich dann unters Volk gemischt. :-)
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