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God is an Astronaut

Nils Werner 25. Oct 2007

Gestern abend war es endlich soweit: God is an Astronaut gaben ihr erstes und letztes "Far From Refuge 2007 Tour"-Konzert in Deutschland. Geladen wurde ins AKW in Würzburg, einem umgebauten Industrie-Gelände mit Freizeit- und Kulturangeboten wie z.B: einem Biergarten, Theaterräumen und einer Clubbühne.

Leider hatte die Band, wie schon vermutet, mit ihrer Unbekanntheit in Deutschland zu kämpfen: Im Vorverkauf wurden anscheinend nur 50 Karten verkauft, sodass an der Abendkasse noch reichlich Karten zu haben waren, die jedoch auch nicht so recht gut weggehen wollten. Die Sorgen von Marian, Moni und Stefano, trotz Verspätung noch an ihre reservierten Karten ran zu kommen, waren also unbegründet. Trotzalledem füllte sich der Saal gegen 21 Uhr, dem designierten Konzertbeginn, langsam aber stetig. Als schließlich die ersten Akkorde angeschlagen wurden, war man umgeben von anderen Zuschauern, hatte jedoch immer genügend Platz um mal aufs Klo zu gehen, die Akustik im Rest des Saals auszuprobieren oder das Tanzbein zu schwingen.

God is an Astronaut - Live Gespielt wurde ein buntes Gemisch aus altem und neuem; Stücke so ziemlich aller Platten und EPs waren dabei. Untermalt wurde das ganze mit einer beeindruckenden Video-Leinwand-Show, für die die Band nach eigenen Aussagen etwa 5 Jahre lang Videoclips gesammelt und zusammengeschnitten haben. Meine persönlichen Favoriten des Abends waren "Radau", "Fragile", "Suicide by Star", sowie dem Anti-Bush Song "All is Violent, All is Bright". Gefehlt hat mir leider "Rememberance Day".

Nach dem Konzert und zwei Zugaben (von der nur eine geplant war *g*) ist die, sichtlich sehr vom Gig begeisterte, Band dann nicht, wie gewöhnlich, schnurstracks in den Backstage-Bereich "geflüchtet" sondern direkt von der Bühne runter gekommen und hat sich zu den Zuschauern gesetzt. So wurden noch einige Fotos mit Fans geschossen, Autogramme auf CD-Inlays ausgestellt und Unterhaltungen mit den Fans geführt. Der Bassist Niels Kinsella (welch Zufall *g*) z.B. wusste zum Bandhintergrund zu erzählen, dass Sie zunächst als "normale" Rock-Band begonnen haben, dann in den 90ern zu Electronica wechselten und anschließend beides zusammenfassten und sich fortan als "Ambient Electronica Rock"-Band bezeichneten. Gegen die Bezeichnung "Post-Rock"-Band habe er jedoch nichts. *g*

Fazit: Wenn ich das Konzert mit Punkten bewerten müsste gäbe es aufgrund der über das gesamte Konzert andauernden Gänsehautstimmung eine 10 von 10 und belegt so neben Mogwai damals in Stuttgart den Platz Eins meiner "Awesome Concerts"-Liste. Den leuchtenden Augen der anderen Zuschauer nach zu urteilen werden die nicht sehr viel anders denken. :-)

Zum Abschluss, für alle die es verpasst haben sollten, noch ein kleines YouTube-Video eines Auftrittes in Dublin:

Quellen

Labels: Musik
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