Zum Seiteninhalt springen

phoque.de

phoque.de - Webdesign Fotografie Technologie

Blog

Danger Mouse gegen die Musikindustrie

Nils Werner 18. Mai 2009

DJ Danger Mouse, berühmt durch sein Projekt "Gnarls Barkley", legt sich aufs neue mit der Musikindustrie an.

Im Jahre 2004 mixte er Jay-Z's "The Black Album" und das "The White Album" der Beatles zum "The Grey Album" und stellte es als MP3 kostenlos ins Internet. Es dauerte nicht lange, bis EMI, Innhaber der Rechte am Beatles-Album, das Angebot abmahnte und die Dateien entfernen ließ.
Kurz darauf boten über 170 Webseiten in einer gemeinsamen, "Grey Tuesday" genannten, Aktion des zivilen Ungehorsams das Album an. Es wurde über eine millionen mal heruntergeladen. Das Album erhielt größtenteils gute Kritiken.

Nun ist es wieder so weit: EMI verbietet die veröffentlichung seines aktuellen Albums "Dark Night of the Soul". Nachdem die Einigung mit dem Label endgültig gescheitert ist, hat er dennoch eine Möglichkeit gefunden, sein Album zu verkaufen: Zusätzlich zum 100-Seiten starken Booklet enthält die Packung nur einen leeren CD-Rohling, die der Käufer selbst mit dem heruntergeladenen Album befüllen soll.

Quellen

Labels: Medien, Musik, Web, Kommentieren (0)

In B-flat

Nils Werner 17. Mai 2009

Olli hat mich gerade auf ein cooles Projekt hingewiesen: In B-flat

Ursprung des Projekts war der Aufruf, irgendein 1-2 Minuten langes Instrumental-Solo in B-Dur aufzunehmen und bei YouTube hoch zu laden. Anschließend kann der Besucher der Seite eigenständig die einzelnen Videos starten und so ein eigenes kleines Stück mischen, das jedes mal anders klingt.

Probierts aus!

inbflat

Quellen

Labels: Musik, Web, Kommentieren (1)

Webkongress 2008

Nils Werner 04. Sep 2008

Heute hat der Webkongress der Uni Erlangen angefangen. Eigentlich muss ich ja lernen, daher war ich auch nicht für die HiWi-Aufgaben eingeteilt. Da wir heute aber nicht in der Gruppe lernen, war der WKE2008 natürlich ein ausgezeichneter Grund, nicht den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen.

Stattdessen durfte ich den Vorträgen von Dirk Jesse (dem Entwickler von YAML) über Grid- und CSS-Frameworks und von Paul Bakaus (dem Chef-Entwickler von jQuery UI) über die neuen Animations- und Drag&Drop-Features von jQuery UI lauschen.

Anschließend noch ein paar Lightning-Talks u.a. über "Professionelle Webseiten erstellt man nicht in 5 Minuten - Gute Arbeit braucht Zeit, das muss der Kunde verstehen".

Kurz vor Ende der Lightning-Talks erreichte mich dann noch ein Anruf von Bernie und Paddy, wir gehen heute Abend doch auf das Dredg-Konzert nach München.

Damit geht ein erfolgreicher Lern-Tag zuende.

Quellen

Labels: Arbeit, Musik, Web, Kommentieren (0)

Southside 2008 Karten

Nils Werner 05. Jun 2008

Gestern Abend hatte ich das Glück, zwei der letzten im VVK befindlichen Kombitickets fürs Southside 2008 zu ergattern. Während die Karten in meinem Warenkorb waren, wechselte der Status für alle anderen sogar auf "Tickets z.Zt. nicht verfügbar". Heute früh war die Kategorie dann schließlich komplett verschwunden.

Jetzt muss nur noch mein leicht strapaziertes Girokonto mit der Lastschrift zurecht kommen, vorbeugend habe ich aber schonmal bei der Sparkasse angerufen und den Sachverhalt erklärt.

Wenn alles hinhaut darf ich in 2 Wochen neben vielen anderen Bands Radiohead, Sigur Rós, Oceansize, The Kooks, Foo Fighters, Deichkind und The Chemical Brothers sehen.

Und das alles, trotz dem Reinfall 2007.

Labels: Musik, Urlaub, Kommentieren (0)

Portishead in München

Nils Werner 03. Apr 2008

Gestern Abend war es soweit, Portishead traten in der Tonhalle in München auf.

Nach etwa 2 Stunden Autofahrt (15 Minuten Herumirren inklusive) kamen wir vor den Kultfrabrik in München an und schlossen uns dem Strom der herandrängenden Besucher an. In der Tonhalle die erste Enttäuschung: Das Konzert schien größer zu werden als erhofft. Die Tonhalle wirkte (vor allem im Licht während der Umbaupause) mehr wie ein gut gefülltes Bierzelt denn wie eine Konzerthalle oder ein Club.

Da uns eh die Bierpreise zu hoch und die Schlange vor den Bars zu lang waren, versuchten wir schon während der Vorband "Kling Klang" uns einen guten Platz weiter vorne zu ergattern.

Die letzten 15-20 Minuten von "Kling Klang" waren enttäuschend: Die Band klingt Live noch langweiliger als auf Platte. Immer die gleichen Klangwände, immer lauter werdend. Während es z.B. Mogwai und Explosions in the Sky (um mal zwei weitere instrumentale Bands, obgleich eines anderen Genres zu nennen) sehr gut hinbekommen, ohne Gesang zu begeistern, klappt das bei Kling Klang einfach nicht. Jeder weitere Song klingt wie einer der vorgehenden.

Und nach der Umbaupause endlich Portishead. Nach über 10 Jahren Pause wieder live in Deutschland. Mit einer schicken visuellen Untermalung legte man sofort los mit dem ersten Song des neuen Albums: Silence. Erstaunlich viele im Publikum waren auf das aprupte Ende des Songs vorbereitet -- die Leaks im Internet scheinen weiterhin gesund zu kursieren.

Von der ersten Silbe an konnte Beth Gibbons ihren wunderschönen Gänsehaut-Gesang unter Beweis stellen: vom zarten "Wandering Stars" bis zum fast geschrienen Ende von "Threads".
Ein einziges mal verließ sie ihre Stimme, worauf sie gleichzeitig lachend, leise schimpfend und sich selbst ohrfeigend die Bühne auf und ab stapfte.

Überhaupt war die gesamte Band ein sehr sympathischer Haufen Musiker, die perfekt mit ihren (man möchte schon fast sagen "Oldschool"-) Instrumenten umzugehen wussten: In jedem Stück gab es eine unglaubliche Fülle an Details und Facetten die es galt zu entdecken.
Die gesamte Machart der Musik ist dabei merklich ins elektronische gerutscht: Während früher z.B. einzelne Beats von Platte kamen werden Spezialeffekte jetzt auf einem Samplingpad gespielt.

Inklusive Zugabe spielte die Band knapp zwei Stunden lang acht Songs vom neuen und neun Songs von den alten Alben. Zugegeben, dabei schienen die alten Stücke beim Publikum besser anzukommen als die neuen.

Einzig die Visual-Arts haben nicht immer meinem Geschmack entsprochen: Dieser 80er-Jahre "unsaubere Überblendeffekt" sowie diese "fließenden Kaskaden" sind einfach nicht mehr schön anzusehen. Stattdessen hätte man einfach auf den drei Projektoren abwechselnd und in wechselnder Kombination die einzelnen Bühnenkameras darstellen sollen.

Am Ende des Konzerts war klar: Die knapp 40 EUR haben sich, trotz etwas enttäuschender Venue, sehr gelohnt. Sehr sehr gelont. Genial!

Setlist

Silence, Hunter, Mysterons, The Rip, Glory Box, Numb, Magic Doors, Wandering Star, Machine Gun, Over, Sour Times, Only You, Nylon Smile, Cowboys. Zugabe: Threads, Roads, We Carry On.

Quellen

Labels: Musik, Kommentieren (1)

50GB-Marke geknackt

Nils Werner 31. Mär 2008

Vor etwa einem Jahr war ich noch erfreut, als der 1000. Benutzer meinen Albumchart-Dienst nutzte.

Inzwischen sind es knapp zehn mal so viele und die Zahlen schwanken derart, dass man nicht mehr einzelne Benutzerzahlen feiern kann.
Stattdessen sind es inzwischen die Datenvolumen-Zahlen, die Eindruck machen: Diesen Monat habe ich die 50GB-Marke geknackt.

Und das, nachdem ich vor ein paar Monaten auf einen Tarif mit unlimitiertem Traffic gewechselt habe. Das alte Limit wäre damit nämlich ausgereizt. Natürlich ist das, verglichen mit vielen anderen Projekten, nicht sehr viel. Das ganze ist aber eher aus Langeweile entstanden und hat jetzt doch so langsam ein kleinwenig Eigendynamik entwickelt. :-)

Ein Beispiel, wie die Grafiken, die den ganzen Traffic erzeugen, aussehen:

phoque

Die Webalizer-Chart mit der "magischen Zahl" 53379056 (53,3GB) am rechten Rand

Lastfm usage Stats

Man kann deutlich erkennen, dass die Grafik (abgesehen vom Februar, der ja nur 29 Tage hatte) streng monoton steigt. Mit etwas Fantasie kann man sogar sagen, dass die kurve exponentiell steigt (mit kleinem Koeffizient versteht sich *g*).

Quellen

Labels: Arbeit, Musik, Web, Kommentieren (0)

Portishead, live

Nils Werner 30. Jan 2008

Richtig gelesen, Portishead kommen nach 10 Jahren musikalischer Auszeit mit einem neuen Album nach Deutschland!

Das neue Album wird am 11. April 2008 erscheinen und den Namen "Third" tragen. Kurz vorher, am 2., 3. und 6. April darf man Portishead in München, Berlin oder Köln live betrachten und sich einen ersten Eindruck vom neuen Album machen.

Der Ticketverkauf beginnt am 2. Februar, also nicht zu viel Zeit vertrödeln, sonst sind sie vielleicht schon alle weg.

Zum Abschluss noch ein wenig auf die Ohren: "Roads" live auf dem ATP-Festival:

Quellen

Labels: Musik, Kommentieren (0)

Sigur Rós - Hvarf/Heim

Nils Werner 23. Nov 2007

Hvarf/Heim Coverart Seit dem 5. November gibt es Sigur Rós' neues Doppelalbum "Hvarf/Heim". Ich muss zugeben, dass ich zuvor kein besonders großer Sigur Rós-Fan war, hauptsächlich weil mich die Qualität ihrer bisherigen Produktionen einfach nicht besonders angesprochen hat. An vielen Stellen ist mir z.B. eine sehr ungleichmäßige Dynamik im Schlagzeug-Spiel sowie eine sehr unpräzise Rhythmik in den Stücken allgemein aufgefallen. Auch der Gesang von Jónsi klang stellenweise etwas ungeübt.

Viele dieser Probleme hat die Band aber auf ihrem neuen Album in den Griff bekommen. Das Album besteht aus zwei CDs zu je 5 bzw. 6 Songs. Die erste CD beinhaltet die drei neuen Stücke "Salka", "Hljómalind" und "Í Gær" sowie überarbeitete Studioaufnahmen von "Von" und "Hafsól". Die zweite CD beinhaltet Akustik-Versionen der Stücke "Samskeyti", "Starálfur", "Vaka", "Ágætis Byrjun", "Heysátan" und "Von".

Das Album führt den "Aufwärtstrend", der in den Letzten Alben "()" und "Takk" zu bemerken war, weiter. Während die Songs auf dem Album "()" nicht betitelt waren waren und die oben genannten Probleme mit unausgeglichener Rhythmik sehr deutlich zu hören waren, hatten die Stücke auf "Takk" wieder eigene Namen und wirkten auch professioneller produziert.

Auf "Hvarf/Heim" schließlich ist von Rhythmik- und Dynamik-Problemen kaum mehr etwas zu bemerken. Dennoch hat das Album wieder mit ein Paar Problemen zu kämpfen. Z.B. der Gesang in "Von" auf der ersten CD hat wieder mit Jónsis altbekanntem Problem beim Wechsel von Modal- die Falsettstimme zu kämpfen und in "Starálfur" auf der zweiten CD wurde die Gitarre viel zu leise abgemischt sowie der Song am Ende viel zu schnell ausgeblendet, sodass er "abgewürgt" klingt.

Aber trotz dieser kleinen Mankos sind es zwei gut gelungene Platten, die mich vielleicht doch wieder davon überzeugen können, Sigur Rós regelmäßiger zu hören. Zu kaufen gibt es die Platte für etwa 15 EUR bei Amazon sowie als (DRM-freier) MP3-Download für etwa 10 EUR bei 7digital.

Gleichzeitig mit dem Album hat Sigur Rós die Live-DVD "Heima" veröffentlicht, ich hatte bisher aber noch keine Gelegenheit, sie mir anzusehen.

Quellen

Labels: Musik, Kommentieren (0)

Saul Williams - Niggy Tardust

Nils Werner 03. Nov 2007

Niggy Tardust Coverart Nach den neuen Alben von Nine Inch Nails und Radiohead bin ich wieder über eine neuartige Verbreitungsmethode für Musikalben im Internet gestoßen. Die Art der Umsetzung erinnert wieder etwas an Radiohead denn: Saul Williams' neues Album "The Inevitable Rise and Liberation of Niggy Tardust" wird derzeit (ähnlich wie In Rainbows von Radiohead) in zwei unterschiedlichen Ausführungen/Formaten angeboten: 192kbit MP3 für 0 EUR und 320kbit MP3 oder FLAC Lossless für 5 EUR.

Ich habe noch nie etwas von Saul Williams' gehört, daher probiere ich den kostenlosen Download gerade aus. Das ZIP-Archiv ist 114MBytes groß, der Download geht aber leider nur mit etwa 30-50KB/s über die Bühne, das ging bei Radiohead flotter.

Man wird sich wohl nicht sehr wundern, wenn man erfährt, dass das neue Saul Williams-Album von Trent Raznor (dem kreativen Kopf hinter NIN, und ein bekennender OiNK-User, der sich vor kurzem von der Musikindustrie abgewandt hat) produziert wurde.

Wer Lust auf The Roots auf einem Industrial-Trip hat, sollte sich das Album mal ansehen. Auch die, die es nicht mögen, dürfen trotzdem hoffen, dass auch andere Künstler und Indie-Labels nachziehen und so die "großen Labels" dazu zwingen, zu handeln.

Quellen

Labels: Musik, Kommentieren (0)

God is an Astronaut

Nils Werner 25. Oct 2007

Gestern abend war es endlich soweit: God is an Astronaut gaben ihr erstes und letztes "Far From Refuge 2007 Tour"-Konzert in Deutschland. Geladen wurde ins AKW in Würzburg, einem umgebauten Industrie-Gelände mit Freizeit- und Kulturangeboten wie z.B: einem Biergarten, Theaterräumen und einer Clubbühne.

Leider hatte die Band, wie schon vermutet, mit ihrer Unbekanntheit in Deutschland zu kämpfen: Im Vorverkauf wurden anscheinend nur 50 Karten verkauft, sodass an der Abendkasse noch reichlich Karten zu haben waren, die jedoch auch nicht so recht gut weggehen wollten. Die Sorgen von Marian, Moni und Stefano, trotz Verspätung noch an ihre reservierten Karten ran zu kommen, waren also unbegründet. Trotzalledem füllte sich der Saal gegen 21 Uhr, dem designierten Konzertbeginn, langsam aber stetig. Als schließlich die ersten Akkorde angeschlagen wurden, war man umgeben von anderen Zuschauern, hatte jedoch immer genügend Platz um mal aufs Klo zu gehen, die Akustik im Rest des Saals auszuprobieren oder das Tanzbein zu schwingen.

God is an Astronaut - Live Gespielt wurde ein buntes Gemisch aus altem und neuem; Stücke so ziemlich aller Platten und EPs waren dabei. Untermalt wurde das ganze mit einer beeindruckenden Video-Leinwand-Show, für die die Band nach eigenen Aussagen etwa 5 Jahre lang Videoclips gesammelt und zusammengeschnitten haben. Meine persönlichen Favoriten des Abends waren "Radau", "Fragile", "Suicide by Star", sowie dem Anti-Bush Song "All is Violent, All is Bright". Gefehlt hat mir leider "Rememberance Day".

Nach dem Konzert und zwei Zugaben (von der nur eine geplant war *g*) ist die, sichtlich sehr vom Gig begeisterte, Band dann nicht, wie gewöhnlich, schnurstracks in den Backstage-Bereich "geflüchtet" sondern direkt von der Bühne runter gekommen und hat sich zu den Zuschauern gesetzt. So wurden noch einige Fotos mit Fans geschossen, Autogramme auf CD-Inlays ausgestellt und Unterhaltungen mit den Fans geführt. Der Bassist Niels Kinsella (welch Zufall *g*) z.B. wusste zum Bandhintergrund zu erzählen, dass Sie zunächst als "normale" Rock-Band begonnen haben, dann in den 90ern zu Electronica wechselten und anschließend beides zusammenfassten und sich fortan als "Ambient Electronica Rock"-Band bezeichneten. Gegen die Bezeichnung "Post-Rock"-Band habe er jedoch nichts. *g*

Fazit: Wenn ich das Konzert mit Punkten bewerten müsste gäbe es aufgrund der über das gesamte Konzert andauernden Gänsehautstimmung eine 10 von 10 und belegt so neben Mogwai damals in Stuttgart den Platz Eins meiner "Awesome Concerts"-Liste. Den leuchtenden Augen der anderen Zuschauer nach zu urteilen werden die nicht sehr viel anders denken. :-)

Zum Abschluss, für alle die es verpasst haben sollten, noch ein kleines YouTube-Video eines Auftrittes in Dublin:

Quellen

Labels: Musik, Kommentieren (0)

1 2