Nils Werner 13. Oct 2007
Nach ein paar nervigen Monaten des Telefonierens mit einem Kopfhörer und laufendem PC über das Internet habe ich mich in den letzten Tagen dazu entschieden, einen VoIP-Fähigen Router zu kaufen. Mein Wunsch war dabei immer eine Fritz!Box 7170 von AVM, leider sind die Geräte jedoch sehr sehr teuer (über 150 EUR). Glücklicherweise erzählte man mir (danke Phil!), dass in dem günstigeren Speedport W701V der T-Com im Prinzip eine abgespeckte Fritz!Box 7170 steckt.
Also habe ich ein paar Tage lang die Endpreise der eBay-Auktionen für einen W701V verfolgt und schließlich für 40 EUR zzgl. Porto zugeschlagen. Damit kann ich endlich wieder "richtig Telefonieren". So richtig mit Hörer und lautem Klingeln.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied zwischen einem Softphone (wie dem X-Lite von Sipgate oder dem WengoPhone) und richtiger VoIP-Hardware so deutlich sein würde. Früher waren Gespräche zeitweise etwas abgehackt und leise. Auch das ewige "schnell Stereoanlage raus- und Headset reinstecken" war nervig und sorgte oftmals für verpasste Anrufe.
Die "neue Lösung" ist ein Altes DECT-Mobilteil und Ladeschale der Billigmarke "Audioline" (in meinem Zimmer) sowie eine DECT-Basis von Philips (im Wohnungsflur). Damit ist es nun auch nicht mehr notwendig, Telefonkabel in mein Zimmer zu verlegen.
Nachdem mir das Gerät zugeschickt wurde, bemerkte ich, dass der Speedport W901V sogar eine DECT-Basis integriert hätte, damit hätte ich mir die Philips-Basis sparen können. Das und das Manko, dass der Speedport keinen, bei der Fritz!Box integrierten, USB-Port zum Anschluß von Drucker und Festplatte hat, lässt sich aber verkraften.
Der entscheidende Vorteil von VoIP für mich ist die Möglichkeit, mit meiner Festnetznummer überall (auch im Ausland) wo Breitband-Internet verfügbar ist, zum Ortstarif zu telefonieren. Auch bekommen wir demnächst einen, vom Telefon entbündelten, DSL-Anschluß ohne Mindestvertragslaufzeit. Damit können wir flexibel entscheiden, welchen DSL-Anbieter wir wollen oder auch beim Umzug in andere WGs o.Ä. kann ich ohne Probleme oder Gebühren meine Telefonnummer mitnehmen.
Quellen